Posted on Jan 25, 2017 in Aktuell, Pressemitteilungen

In den vergangenen Tagen vermeldeten die Medien, dass die Feinstaubbelastung im Saarland und in der gesamten Saar-Lor-Lux-Region deutlich erhöht waren. Im Saarland wurden an fünf Messpunkten überhöhte Werte gemessen, u.a. an der Messstation Völklingen. Dort lag die Belastung mehrfach über dem Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In Saarbrücken wurden am Montag bis zu 85 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, in Fraulautern 75. In Lothringen soll wegen der Luftverschmutzung die Höchstgeschwindigkeit auf Straßen sinken. Die Luxemburger Regierung löste Feinstaubalarm aus und empfahl, das Auto stehen zu lassen.

Adriano Pitillo, erster Vorsitzender: „Offenbar greift die „German Angst“ inzwischen eher in unseren Nachbarländern um sich, als bei uns im Saarland. Wie sollte man sonst verstehen, warum auf unserer Seite keine Warnungen an die Bevölkerung rausgehen, in Luxemburg und Lothringen jedoch schon?

Seit 3,5 Jahren betreiben wir Aufklärung und wünschen uns eine gleichförmige grenzüberschreitende Vorgehensweise bei Feinstaubwarnungen, denn unsere französische Nachbarn werden neben der Aufforderung hinsichtlich der Fahrtgewohnheiten auch über gesundheitliche Risiken informiert und erhalten Empfehlungen über Verhalten im Alltag, wie z.B. sportliche Aktivitäten ein zu schränken oder bei bestimmten Beschwerdebildern direkt ärztliche Hilfe in Anspruch zu  nehmen. An den französischen Messstationen in Forbach und Carling konnte unser Verein in den letzten Tagen Feinstaub – Spitzenwerte von bis zu 135 µg pro Kubikmeter Luft feststellen. Eigene Messungen mit unserem „chinesischen Ei“ in Emmersweiler und Lauterbach wiesen ebenfalls hohe Werte auf mit dem Hinweis auf schlechte Luft.

Auch vor diesem Hintergrund möchten wir mit einer Bürgerveranstaltung zum Thema „Feinstaub-Messsensoren“ am 22. Februar 2017 um 18 Uhr im katholischen Jugend- und Altenzenrum Dorf im Warndt mit Experten über vereinseigene lückenlose Messverfahren sprechen, um unsere Mitglieder und die interessierte Warndt – Bevölkerung bei hohen Feinstaubwerten direkt und umfangreich informieren zu können. In der Folge muss das Ziel sein, die Feinstaubbelastungen, auch im Warndt durch den Industriekomplex Carling-St. Avold, deutlich zu reduzieren.“

Weitere Details und Einladungen zu dieser Veranstaltung folgen in Kürze.

 

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