Posted on Mrz 13, 2019 in Aktuell, Pressemitteilungen

Die Bemühungen des Vereins „Saubere Luft für die Warndtgemeinden e.V.“, seit nunmehr 5 Jahren eine Melde-Hotline einzurichten für Geruchsauffälligkeiten durch die Chemieplattform Carling, wurde bislang immer noch nicht zufriedenstellend umgesetzt. Nach neuesten Informationen aus dem saarländischen Umweltministerium ist es inzwischen zwar möglich, über ein französisches Kontaktformular auf der Homepage der französischen 

Luftüberwachung „Atmo Grand Est“ oder direkt bei den französischen 

Chemietreibern Meldungen abzugeben (http://www.atmo-grandest.eu/donnees-par-station), da diese Möglichkeit aber weder zweisprachig angeboten wird, noch eine deutschsprachige Hotline eingerichtet wurde, bleibt es weiterhin schwierig bis unmöglich, auf Vorfälle und Geruchsbelästigungen zu reagieren.

 

Adriano Pitillo, 1. Vorsitzender: „Nach dem letzten Vorfall auf der Chemieplattform am 20.02.19 haben wir erneut auf die fehlende deutsche Melde-Hotline aufmerksam gemacht und einen Fragenkatalog, unter anderem zur BTEX-Messstation in Lauterbach sowie zu Messwerten aus Frankreich, an die zuständigen Mitarbeiter im saarländischen Umweltministerium versendet.

In der Antwort auf diese Frage wird von „plausibel eingeschätzten“ und „noch nicht validierten Messwerten“ gesprochen. Was die Frage aufwirft, wie gemessene Werte ihre Plausibilität verlieren können und warum ermittelte Messwerte im Nachgang validiert werden müssen, da in der Vergangenheit diese Validierung einzig und alleine zur Folge hatte, dass besonders hohe Werte einfach aus der Liste geflogen sind.

 

Ebenso kritisch sehen wir die Tatsache, dass inzwischen das französische Messnetz um eine weitere Messstation ärmer geworden ist. Der Niedergang der Messpunkte in Frankreich ist bereits seit vielen Jahren im Gange und jeder kann sich seinen Teil dabei denken, dass nun mit der Messtation Puits II aber gerade jene aus dem im Internet einsehbaren Bereich verschwunden ist, die bisher besonders auffällige Werte angezeigt hat, kann sicherlich erneut nur dem Zufall geschuldet sein.

 

Wir fordern ein deutlich engmaschigeres und umfangreicheres Messnetz und nicht den Abbau der wenigen, verbliebenen Messstationen, sowohl auf deutscher, als auch auf französischer Seite! Denn die internen Sicherheitspläne der Betreiber der Chemieplattform Carling beruhen lediglich auf der Überprüfung von Schadstoff-Schwellenwerten, die auf Messungen durch die Chemieplattbetreiber selbst erfolgen und weder Umweltorganisationen, noch bis heute unserem saarländischen

Umweltministerium vorgelegt wurden. Es reicht wohl aus, gebetsmühlenartig „keinerlei Gefahr für die Bevölkerung“ zu vermelden.“

 

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